Spielwerktechnik

PIANO HÖLLRIEGL - Ihr "Getriebespezialist" für Mechanik und Klaviatur

Das Spielwerk eines Klaviers ist eine einzigartige Schnittstelle zwischen Klavierspieler und Instrument, denn sie ist das Werkzeug zur Schaffung von Musik, und damit Bindeglied zwischen Kunst und Technik. Genau in dieser Schnittstelle setzen wir mit unserer Arbeit an:

Die Akustische Anlage des Instruments benötigt ein Spielwerk, das die dynamischen Möglichkeiten voll ausschöpft, jeweils unter Berücksichtigung des Zwecks, der Raumakustik und der Grenzen des Instruments. Es ist festzustellen, dass es im Rahmen der gängigen klavierbauerischen Normen einen "sweet spot" für jeden Flügel gibt, der dem Spieler ein Maximum an Modulationsfähigkeit bei gleichzeitig optimierter Differenzierbarkeit der Töne ermöglicht.

Auf der anderen Seite gilt es die Bedürfnisse des Spielers zu berücksichtigen. Spielwerke funktionieren, wenn Ergonomie und Methodik des Spielers in idealer Weise in die Physik der zu bewegenden Einzelteile einfließen können. Das Spielwerk ist hier die unmittelbare Verlängerund des menschlichen Bewegungsapparats, also nicht nur Werkzeug, sondern schon fast eine Art "Prothese" beim Spiel. Der Klavierbau liefert hier eine große Bandbreite an Spielarten. Aber nicht alle Spielwerke finden ihr ergonomisches und methodisches "Deckelchen", sondern unterscheiden sich vielmehr in der Qualität ihres Funktionierens selbst.

Unsere Arbeit richtet den Blick also in beide Richtungen. Das Ziel ist, die Anforderungen im Vorfeld klar zu definieren, um in der Umsetzung innerhalb der physikalischen Grenzen das Optimum für das Zusammenspiel von Pianist und Instrument zu erreichen. Diese Umgehengehensweise eröffnet völlig neue Möglichkeiten. Für uns als Techniker - und für Sie als Schaffender.

  • Seit Oktober 2010 ist PIANO HÖLLRIEGL der erste Precision Touch Design (PTD) - Fachbetrieb für die Installation und Wartung in Deutschland. PTD optimiert Flügelmechaniken in Geometrie, Reibung und Massenverteilung.

     

    Das Ergebnis: Die Energie, die benötigt wird, um genau den gewünschten Ton zu erzeugen, ist damit vorhersagbar: Für den Pianisten exakt für jeden Ton für ein zuverlässiges und gleichmäßiges pianissimo, für den Techniker für die Optimierung kompletter Mechaniken - maßgeschneidert auf die Wünsche des Kunden.

  • Das durch Piano Höllriegl entwickelte Verfahren "EFI" ermittelt das dynamische Verhalten des Spielwerks. Dazu werden die Werte der einzelnen physikalischen Parameter (Systemgrößen) und deren Überlagerungen in Abhängigkeit der Eingabe (= Signalgröße) dargestellt.

     Ein besonderes Augenmerk gilt hier der Konnektivität des Spielwerks, der Effizienz der Energieübertragung und den Auswirkungen der An- und Abpralleffekte.

     Diese Herangehensweise ist eine ideale Ergänzung zu PTD und ermöglicht Spielwerkoptimierungen auf höchstem Niveau.

  • SALA (Stanwood Adjustable Leverage Action) by David Stanwood, USA

    Das SALA-System ermöglicht dem Pianisten "on the fly" einen Zugriff auf einen der wichtigsten physikalischen Parameter des Spielwerks. Das Gesamthebelverhältnis des Spielwerks kann stufenlos und linear vom Bass zum Diskant verändert werden, ohne dass sich die Qualität der Regulierung bei diesem Vorgang verändert.

    Der Pianist entscheidet selbst über die Kontrolle des Hammergangs, das dynamisches Verhalten des Instruments und die Geschwindigkeit und Repetitionseingenschaften des Spielwerks.

    Piano Höllriegl verfügt über einen mit SALA ausgestatteten Flügel Steinway & Sons, Modell D-274, der für Gestellungen buchbar ist. Dieses Instrument dient als eine der wichtigsten Versuchseinheiten bei der Wahl einer individuell optimalen Spielart, beispielsweise zur Bedarfsermittlung im Rahmen einer Spielwerkoptimierung.